Was ist geschehen?

Mark – Philips schwerer Weg

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Philip verunglückte am 11.September 1994 als er in einem Teich fiel.

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12:47 : Zeitpunkt des Unglücks

12:52 : Philip wurde leblos aus dem Teich geborgen

12:55 : Über 110 den Notarzt verständigt . Endlose Diskussion mit der Polizei am Telefon, die wertvolle Zeit gekostet hatte, bis die endlich begriffen, das tatsächlich ein Notfall vorlag

13:05 : Polizei trafen ein und Diskutierten vor mir darüber, ob sie mich strafbar machen können, während ich meinen Sohn reanimierte.

13:15 : Anfrage der Polizei wo der Notarztwagen bleibt

13:21 : Rettung Sanitäter treffen ohne Notarzt ein

13:30 : Philip noch immer ohne Atmung und Herzschlag

13:32 : Notarztwagen trifft endlich ein, haben angeblich den Weg nicht gefunden

13:45 : Mark-Philip konnte ins Leben zurück geholt werden, verblieb jedoch im Wackoma.

Danach Transport in die Städtische Kliniken Frankfurt Höchst.

Dort war er vom 11.September 1994 bis zum 31.10.1994

Anschließend Überweisung in die Rehaklinik Falkenstein / Taunus.

Dortiger Aufenthalt vom 31.10.1994 bis 12.12.1995. Falkensteiner Klinik wurde geschlossen.

Philip wieder zurückverlegt in die Frankfurt Höchster Klinik.

Dort war er vom 12.12.1995 bis 21.05.1996

Am 21.05.1996 wurde Philip gegen den Rat der Ärzte nach Hause entlassen. Die meisten Ärzte hielten einen Heimaufenthalt für angebracht, da Philips Pflege und Zustand erheblichst Pflegeintensiv war.

Somit war Philip vom 11.09.1994 bis 21.05.1996 permanent in Kliniken.

Philips Leben in dieser Zeit, war geprägt durch ständige Lungenentzündungen, cerebrale Fieberschübe, heftigste Krampfattacken die sich auch mit folgender Medikamentation vom 21.05.1996 nicht einstellen ließen.

Tegretal 200 mg 1 – 1 – 2 Tbl

Dibro-BE-Mono 1/2 – 0 – 3/4 Tabl (eine Tablette 850 mg)

Luminal 100 mg um 21.00 Uhr

Valiquid 0 – 15 – 15 – 15 Tropfen

3 mal täglich inhalieren mit NaCl

Panoral Kapseln 1 – 1 – 1

Chloralhydrat – Rektiolen bei Bedarf

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Mit dieser Medikamentation kam er nach Hause. Es folgten zahlreiche weitere Krankenhaus Aufenthalte wegen Lungenentzündungen und Peg-Sonden Wechsel (In der Uni-Klinik Frankfurt/Main) und wegen diffuser Beschwerden. Im Mai 2000 Reflux – Operation in der Uni – Klinik Frankfurt. Da Philip sich übermäßig übergeben mußte. Herkömmliche PEG-Sonde (Perkutane Endoskopische Gastrostomie,Info dazu hier) wurde durch einen Gastro-Tube ersetzt. Im Laufe der Zeit zunehmende Resistenz gegenüber Antibiotika. An dem Zustand des Wachkomas änderte sich jedoch nichts. Letzte Operation im Juni 2001 zur Implantation einer Lioresalpumpe, gegen die extreme Streck-Spastizität die sich mit Tabletten nicht mehr behandeln ließ. Philips Überlebenswillen ist außergewöhnlich, er zeigt uns immer wieder, das er leben will! So oft vom Tode bedroht und immer wieder den Weg zurück zum Leben gefunden … wir lieben ihn … einiges konnten wir lernen, vor allem das „durchhalten“ und die mächtige Kraft der Liebe!!

Es hat sich im Laufe der Zeit herausgestellt, daß die Entscheidung Philip nicht in ein Heim zu bringen, die einzig richtige für ihn und auch für uns war. Sein Zustand hat sich langsam aber doch stetig verbessert. Er ist nach wie vor im Wachkoma, aber wesentlich stabiler. Medikamente bekommt er nun deutlich weniger. Ein Heimaufenthalt würde seinen Überlebenswillen gefährden, er soll zu Hause bleiben, in seiner gewohnten Umgebung

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Eine unvollständige Auswahl an darauf folgenden Krankenhausaufenthalte;

11.September 1994 – 31.Oktober 1994 – Klink Frankfurt Höchst – Akute Unfallbehandlung, teils Intensivstation

31.Oktober 1994 – 12.Dezember 1995 – Rehaklinik Falkenstein /Taunus – bis Schließung der Klinik

12.Dezember 1995 – 21.Mai 1996 – Klink Frankfurt Höchst – Lösungsfindung was geschehen soll mit Philip

10.Oktober 1996 – 30.November 1996 – Klink Frankfurt Höchst – Pleura-Erguss auf der linken Seite

17.Februar 1997 – Einen Tag in der Uni-Klinik Frankfurt – PEG – Sonden – Verlegung in den Dünndarm

01.Juli 1997 – Einen Tag in der Uni-Klinik Frankfurt – Abklärung von Schmerzzuständen

??.Mai 2000 – Uniklinik Frankfurt – Refluxoperation mit Aufenthalt auf der Intensivstation

06.Januar 2001 – 22.Februar 2001 – Uni-Klinik Frankfurt – Lioresalpumpen Implantation