Jahrsberichte 2015

02.September 2015

Zum Lebensleuchten.de off, vom 31.Juli – 09.August 2015

Kennt ihr Murphys Gesetz? – Dinge die eigentlich nie passieren sollten und trotzdem passieren – und das zu einem maximal ungünstigen Zeitpunkt?

Nun ging dieser Kelch wohl an  mir vorüber …

Aber der Reihe nach.

Wie manche vielleicht wissen bin ich umgezogen, von Ort A nach Ort B. Seit einiger Zeit bemerkte ich, dass zweimal pro Monat von der Telekom bei mir abgebucht worden ist. Dachte zunächst, das eine ist eben die Internet und Festnetz Rate – und das andere eben Philips Homepage. Aber dann fiel mir auf, dass das, wenn es denn so ist, doch recht teuer wäre. Also rief ich bei der Telekom an, nachdem ich mir alle Kundennummern und Rechnungsnummern zurechtgelegt hatte. Ich kam tatsächlich durch und erreichte eine freundliche und sogar ambitionierte Frau, was mich durchaus sehr erfreute. Sie schaute in den Computer und bestätigte mir, dass da definitiv etwas schiefläuft und zwar Seitens der Telekom. Es ging wohl die Kündigung von Wohnort A ein, doch sie wurde rechnungsmäßig weitergeführt.

Aha, das erklärte auf einen Schlag alles, also doppelt bezahlt, den alten wie den neuen Anschluß … Dann kamen wir recht schnell zu dem Entschluß, die alte Adresse nun endgültig zu löschen und damit auch die entsprechenden zu viel gezahlten Gebühren.

Kurz bevor die Mitarbeiterin der Telekom den entsprechenden „Lösch-Befehl“ eingab, fiel mir jedoch gerade noch ein, dass da eventuell die Homepage vom Philip „draufhängt“ und fragte nach. Und tatsächlich, sie ist mit der alten Adresse von Ort A verknüpft.

Die immer noch ausgesprochen nette Mitarbeiterin meinte, dass das nun umgeschaltet werden müsse auf die neue Adresse, also sprich Wohnort B, das wäre aber kein Problem, das gibt sie weiter an die zuständige „Technik-Internet-Abteilung“.. Sollte ohne Unterbrechungen und Probleme funktionieren. Sie meldet sich telefonisch zurück, wenn die Umschaltung vorgenommen worden ist. Das zuviel gezahlte Geld sollte zurückerstattet werden.

Der Rückruf von der Mitarbeiterin kam dann auch recht rasch, noch am selben Tag, die Umschaltung sei nun erledigt. Das war am 30. Juli 2015

Am späteren Abend dachte ich mir, die Homepage vom Philip ist noch lange nicht fertig gestaltet, aber mittlerweile hat sie doch schon so viel Inhalt, dass sich ein BackUp der Page lohnen würde. Also schaltete ich den PC an und steuerte erstmal Philips Homepage an. Sie erschien ohne Probleme. Allerdings kündigten sich etliche Systemupdates an und ich musste den PC neu starten. Ich schimpfte noch darüber, dass immer dann, wenn ich am PC arbeiten möchte von irgendwelchen Hintergrunddienste geradezu ausgebremst werde.

Gut, PC wurde neu hochgefahren … danach ging der Internet Browser plötzlich nicht mehr. Es dauerte etliche Minuten bevor ich das in den Griff bekam und nun endlich zum Backup von Philips Homepage kam … Aber die Seite ließ sich nicht mehr aufrufen. Von meinem PC nicht aber auch von anderen Systemen nicht mehr. Philips Seite war nicht mehr aufrufbar!

Das war ziemlich genau gegen Mitternacht vom 30.- 31. Juli 2015. Hätte ich das Systemupdate nicht geladen, hätte die Zeit sehr wahrscheinlich gelangt, um ein vollständiges Backup von Philips Page zu machen. Alles wäre gut und nichts wäre verloren, – aber so muss ich davon ausgehen, dass die Page eventuell komplett gelöscht worden ist, weil da irgendwas „fehlgelaufen“ ist bei der Telekom …

Eventuell sind hier 14 Jahre Arbeit sprichwörtlich „ausgelöscht“ worden … und das kurz bevor ich ein BackUp machen wollte.

Am nächsten Morgen rief ich bei der Telekom an. Es schien dort zu einem Fehler gekommen zu sein, bei dem sogenannten Mapping-Verfahren (ausgesprochen Mäpping) … Ein Verfahren, was eine Überführung von einem Standort zum anderen Standort automatisiert abwickelt. Das funktioniert normalerweise völlig reibungslos … aber wenn „old Murphy“ mal seinen Fuß in die Tür gesetzt hat, so weicht er so schnell nicht zurück, so musste es mir zwangsläufig vorkommen …

Das Problem war auf die Schnelle nicht zu lösen. Ein weiteres Mal wurde eine spezielle Technikabteilung beauftragt um sich des „Falles“ anzunehmen … Ob „lebensleuchten.de“ nun endgültig „ausgeleuchtet“ hat, konnte mir bis dahin niemand sagen ….

Es vergingen einige Tage und in mir wurde die Frage groß, was mache ich, wenn die Page nun durch einen Fehler der Telekom tatsächlich verloren gegangen ist? Wenn sie tatsächlich gelöscht wurde mit allem was da an in den vielen Jahren an Material zusammengekommen ist?

Wieder von ganz vorne anfangen? In mir wurden Zweifel groß, andererseits fühle ich mich meinem Sohn geradezu verpflichtet. Ich schwankte hin und her, überlegte gar dem Philip eine Facebook Seite einzurichten, aber wie man es nimmt, alles hat seine Vor – und Nachteile …. Ich rechnete erstmal mit dem schlimmsten und ich muss sagen, ich war erstaunlich ruhig …

Wahrscheinlich hätte ich mich wieder durchgerungen, von neuem anzufangen. Aber der Gedanke alles „ab“ – bzw. „aufzugeben“ war nicht so weit weg …

Außerdem machte es mir mal wieder schmerzlich bewußt, dass rein gar nichts wirklich sicher ist. Man macht sich kaum darüber Gedanken, wenn so im Alltag alles funktioniert. Ich gebe mir schon Mühe, wichtige Dinge in meinem Leben gut und doppelt zu sichern, aber der Fehler steckt im Detail. Ich hatte schon wichtige Daten auf verschiedenen Netzwerkplatten doppelt gesichert und war der Ansicht, hier geht mir rein gar nichts mehr verloren. Ein paar Monate später, schlägt bei einem Gewitter der Blitz in eine Straßenlaterne, auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein. Folge war das alle in meinem Netzwerkbefindlichen Festplatten durch Überspannung zerstört wurden. Auch der Router flog durch … War zwar Versicherungsschaden, aber die Daten waren weg … auch die doppelt gesicherten!

Klar hängt mittlerweile ein Überspannungsschutz da dran, ob das jedoch im Ernstfall wirklich den Schaden abwendet?

Es zogen viele Tage der Ungewissheit vorüber … und ich dachte mit jedem Tag der verging, dass die Telekom das nicht mehr hinbekommt …

Nach 10 Tagen „offline“ tauchte dann unvermittelt Lebensleuchten.de wieder auf, geradezu plötzlich und für mich völlig unerwartet.

Nun sind wir also wieder auf dem Sender :-)  Dann soll es so sein und damit geht’s dann hier auch weiter …

Tut mir leid, über manche Leute die sich hier eventuell Gedanken gemacht haben, ich hatte keine Chance sie zu warnen, bzw. zu informieren …

04.Juli 2015

Mittlerweile ist die Schulterblattspitze abgeheilt. Durch die durchgeführte Druckentlastung und permanente Behandlung mit Urgotül/Silber und Multilind mit Nystatin-Salbe, (Kompressenverband) konnte die betroffene Stelle erstmal erfolgreich behandelt werden. Dass diese Stelle öfters Probleme machen wird, steht zu befürchten.
So nun ist er mit aller Kraft da, der Sommer 2015. Hier im Pflegezimmer sind es im Moment 28,7 Grad. Es ist ein Kunststück Philip ohne Erkältung über diese Temperaturen zu bringen. Bisher reagiert er erstaunlich ruhig. Tagsüber kann er zur Zeit auch nicht raus, auf den aufgeheizten Hof, so genießt er das erste mal, seitdem er hier in Hattersheim ist, dass er zu den Abendstunden, die eigentlich eher Nachtstunden sind, raus in den Hof kommt.
Vorgestern fuhr ich ihn um Mitternacht an einer Stelle im Hof, wo man besonders gut den hellen Mond sehen konnte. Ich umarmte ihn und zeigte ihm den Mond und sprach zu ihm was das ist … natürlich keine Ahnung, was da bei ihm ankommt, aber unbenommen dessen, war das ein ganz großer intimer, – oder vielleicht auch ein sentimentaler Moment, für mich und ich hoffe, ein wenig auch für ihn …

21.Juni 2015

Es gibt Dinge, die ich besonders wenig leiden mag. Zum Beispiel wenn man Philip noch im relativ stabilen Zustand 12 mg Diazepam gibt, damit er stabil bleibt .. und er trotzdem ausrastet.  Heute geschehen.

19.Juni 2015

So! – Nach einer kleinen „Ewigkeit“ .. sind wir zurück. Ich möchte mich gar nicht groß darüber auslassen, warum dass alles so lange gedauert hat, das alleine würde ein kleines Buch füllen. Vielmehr möchte ich direkt in die aktuelle Gegenwart springen.

Wer berät einen eigentlich in Sachen Dekubitusfragen?

Philip hat eine hervorstehende Schulterblattspitze auf seiner rechten Seite. Ich habe zuvor so etwas noch nie gesehen und ich nehme ihm das fast schon persönlich übel, dass er sowas entwickelt hat. Zwischen den fühlbaren Knochen und Haut sind gefühlte 2 Millimeter! Da die Spitze tatsächlich deutlich ersichtlich „raus ragt“, ist sie definitiv eine „Dauerbaustelle“ in Sachen Druckgeschwür genannt Dekubitus. Das wird nicht mehr verschwinden, das bleibt, es sei denn, man greift chirurgisch ein und entfernt diese, sofern das überhaupt realisierbar wäre.

Das mit dieser Schulterblattspitze ist nicht neu, die hat er schon ein paar Jahre, aber im Moment halt großes Thema hier, weil diese entzündet ist. Natürlich auch Thema, was passiert, wenn wir das nicht in den Griff bekommen und die Stelle direkt auf den Knochen auf gehen sollte. Einfach furchtbar. Ich kann solche „Baustellen“ einfach nicht leiden, weil es einem beständig bedroht. Gut, er hat eine Würfelmatratze seit ein paar Jahren, (alleine deshalb), diese wurde nun für die entsprechende Stelle durch Entnahme der Würfel druckentlastet. Außerdem wurde Matratzenschutzhülle an der entsprechenden Stelle ausgeschnitten, so dass die Schulterspitze mehr „atmen“ kann. Jetzt harren wir der Dinge.

Infolge dieser Sache kam die Frage auf, wer berät einem eigentlich in Sachen Dekubitusprophylaxe?

Ich rief den Versorger Markt (Medi-Markt Mannheim) an, ob sie hier eine individuelle Beratung liefern. Immerhin, das muss man wissen, gibt es an Dekubitusbehandlungen und Lagerungsmittel ständig was Neues, .. aber der Medi-Markt bietet keine Beratung an, gab mir jedoch den Hinweis, bei der Krankenkasse nachzufragen.

Bei der AOK angerufen, hier und dorthin vermittelt, aber kein greifbares Resultat. Man hört zwar aufrichtiges Bedauern nicht helfen zu können, aber trotzdem fühlt man sich erstmal alleine gelassen. Natürlich kamen die Vorschläge es beim Hausarzt zu versuchen und beim Sanitätshaus. Ich weiß, dass die Hausärzte stets an der Überforderungsgrenze arbeiten, ich kann mir nicht vorstellen, dass die Ärzte auf dem neuesten Stand der Dekubitusprophylaxe sind, ohne ihnen ungerecht werden zu wollen.

Bleibt das Sanitätshaus. Das zuständige Sanitätshaus ist in solchen Dingen nicht ausreichend kompetent, da sie andere Schwerpunkte haben. Das heißt, ich müßte mich nun von Sanitätshaus zu Sanitätshaus durchtelefonieren, ob da jemand Ahnung hat.

Verwundert mich etwas, das ich hier auf Probleme stoße, die bestimmt nicht nur mich betreffen. Hätte erwartet, dass es hier ein erfahrenes Beratungsteam gibt. Aber vielleicht weiß jemand Rat im MTK-Kreis und Frankfurt am Main.

Kleiner Zusatz ; Habe eben mit dieser Frage das größte Sanitätshaus in Frankfurt (Reininger) angerufen, vom Prinzip her bieten sie das an, doch – Lagerungsmittel die der Prophylaxe dienen, dürfen sie nicht den Mitglieder der AOK- Hessen anbieten, da es von der genannten Krankenkasse vorgegeben wird, welches Sanitätshaus liefern darf und welches nicht, aus Kostengründen.

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